Bild NABU-Flieden W. Lauer
Bild NABU-Flieden W. Lauer

Biber, "Bob der Baumeister", heißt er.

ER kann und darf:

-ohne (Bau)Genehmigung,

-ohne Rückfragen,

-ohne technische Hilfen,

 

allein mit seinen geschickten Vorderfüßen und dem Beißwerkzeug, Aufstauungen (sogenannte Biberdämme) bauen, um die für ihn ausreichende Wasserhöhe zum Schwimmen im Bachbett erzeugen. Damit entstehen häufig auch größere Biberseen im Staubereich, ggf. dadurch Vernässungen von Wiesen- und Auenbereichen entlang des Gewässers. Diese Feuchtflächen, die eine große Artenvielfalt (Amphibien,Schmetterlinge usw.) nach sich ziehen und, das ist ein nicht zu vernachlässigender Vorteil, damit auch Rückstaubereiche für Hochwasser herstellt.

Die Aufstauung im Bachbett ermöglicht es diesem Tier schwimmend zu seiner Biberburg zu gelangen,.

Wenn der Biber sich gestört fühlt, taucht er sofort ab und schlägt dabei mit seiner Kelle, damit ist der schuppige Biberschanz gemeint, auf das Wasser, signalisiert damit für sich und andere Biber "Gefahr"!

 

Den Eingang zu seiner Biberburg (dort lebt die Familie) baut er, zum Schutz vor Fressfeinden, immer unter Wasser. Deshalb reguliert der Biber, der dämmerungs- und nachtaktiv ist,  auch die Wasserhöhe mittels eines oder auch mehrerer Biberdämme.

In unserer Gemeinde sind inzwischen so gut wie an allen Zuflüssen zur Fliede Biberaktivitäten zu sehen, denn hier findet er oft auch rechts und links der Gewässer ausreichend Futter.

 

Der Biber ist reiner Vegetarier. Das Sommerhalbjahr über  frisst er Stauden (z.B. Brennessel, Mähdesüß, Weiden), aber auch Mais oder Rüben. Seine Leibspeise sind übrigens Äpfel!

 

Biber-Aktivitäten fallen besonders im Winterhalbjahr entlang des Gewässers auf, wenn es draußen "kein Grünfutter mehr gibt". Dann nagt er Bäume an bis sie umfallen, am liebsten Weiden (Weichholz), um an die oberen grünen Triebe zu kommen. Diese Äste beißt er ab und bringt sie schwimmend in seine Biberburg.

 

Wir, Kollegen der NABU-Gruppe Flieden, kümmern uns seit Jahren um den Schutz dieser Tiere und ihrer Lebensräume und sind Ansprechpartner bei Fragen.

 

Übrigens, der Biber ist europaweit ganzjährig geschützt, darf nicht bejagdt oder sonstwie in seinem Lebensraum, oder näherem Umfeld, dazu gehört seine Burg und der Biberdamm, gestört werden.

Das beigefügte Bild zeigt beispielhaft Nagespuren am Aschenbach in Schweben.

 

Wer sich näher für dieses Tier, seinen Schutz und Erhalt seines Lebensraums interessiert, kann sich gerne an uns wenden.

Wir freuen uns über jeden Kontakt.

Sie erreichen uns unter 0 66 55-55 58, oder per mail unter info@nabu-flieden.de.

Bitte beachten Sie dann auch die entsprechenden Datenschutzhinweise.

 

Der Vorstand